Tintenklecksfass

17. Juli 2014 um 13:09 Uhr

Unentwegt treiben wir diese Zuflucht entlang
stranden hier, warten dort, halten doch nirgends an
stehlen dem Leben sein ureigenes Tintenklecksfass
bis die Farbe auf uns dann verblasst

Malen wir weiter Freiheit
dem Geist dunkles Gold
zeichnen Skizzen der Seele
wie ein Aschenkobold
tragen langsam dies Bildnis zu Grabe hinab
bis es drüben im Märchen erwacht

Leise tropfen die Sinne vom Himmel herab
am Fenster der Seele prasseln sie sorglos ab
drinnen packt der Wanderer sieben Sachen zusammen
und stürzt sich Tags drauf in die Flammen

Unentwegt treiben wir diese Sehnsucht entlang
tauchen hier, strömen dort, verdunsten doch irgendwann
stiehlt das Leben unser aller letztes Tintenklecksfass
erinnere mich so mein Herz nie verblasst

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