Seelenfenster

21. Februar 2012 um 18:45 Uhr

Ich möchte so gerne meine Augen schließen
Vorhänge vor die Seelenfenster ziehen
am inneren Kamin mich wärmend schmerzen
wie Wachs vor der schönen Flamme fliehen

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Von bescheidenen Träumen und dem Weg in die Freiheit – Teil 2

8. Februar 2012 um 20:10 Uhr

Die kleinen Ausschnitte, Schnipsel und Fragmente aus unseren Lebenskästchen Poesie und Musik hier zu einem Puzzle aus Kreisen zu verbinden und irgendwie halbwach dabei sein – für uns bisweilen ein lohnenswerter Zeitvertreib. Vor Jahren hatten wir den Einfall parallel in konträren Kontexten Gedichte und Lieder zu schreiben. Wenn Matthi über den Tag schrieb, war mein Thema die Nacht. Sollte ich ein Gedicht über Heimweh verfassen, dann war Matthis Wort der Stunde Fernweh. Solche Aufgaben gaben wir uns immer wieder und so entstanden bisweilen ein Gedicht, eine Strophe oder ein ganzes Lied, wobei Matthi in der Regel lakonischer zu Werke ging. So entstand dann unter anderem „Allein“. Sei noch kurz anzumerken das wir solchen Aufgaben selbstverständlich absolut ungewissenhaft nachgingen. Bilder ohne Rahmen zu entwerfen scheint uns beiden leichter zu fallen.

Das Gesicht der Angst

2. Februar 2012 um 21:41 Uhr

Unsere Augen sind vom Wahn geschwängert
dunkle Phantasien werden uns auf einem goldenen Tablett serviert
den Teufel malen sie an die Wände der weißen Hallen
und seine Gefolgschaft ist lange nicht als Illusion enttarnt
denn sie verkleiden die Fratzen als liebliche Feen
in einem vom zarten Wind umsäumten Rosengarten
im heimlichen Versteck der Räuber
und falschen Dornenkronenapostel
im Keller der Vernunft
im faden Beiwerk

entmythisiert

Es ist nicht deine Angst mein Freund
die viele deiner Mitmenschen von dir verlangen
wenn sie scheinbar arglos um deine Seele bangen
ohne auch nur zu erahnen was du dir erträumst
was du lange vor ihnen aus den Schatten
aus den tiefen Tälern mit dir brachtest

 

Spuk
verschont uns
wir sind maskenlos
wollen nicht das Lächerliche
und keine noch so bunten Götzen lieben
haben die Huren des falschen Glücks vertrieben
uns an den Irrlichtern der Nacht nicht rastlos aufgerieben
haben alle eine handvoll Freunde die in dunklen Zeiten bei uns blieben

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