Von bescheidenen Träumen und dem Weg in die Freiheit Teil 1

23. Oktober 2011 um 10:53 Uhr

Als humanistischer Misanthrop hat man schnell herausgefunden, dass Zurück-gezogenheit und bescheidene Träume einen Anflug von Geborgenheit widerspiegeln. Freiheit heißt irgendwann nicht wesentlich mehr, als diese Art zu leben annehmen zu können. Mit „Heute nichts mehr wert“ und „Mit mir rennen“ hat also jeder von uns Barden ein gesellschaftskritisches Lied hinterlassen. Unsere Dokumentation über die Fallensteller und Schwarzgeister. Das Schöne an den vielen gemeinsamen Abenden war, dass diese Falschmenschen niemals Platz in unseren Gesprächen einnahmen. Wir teilten Poesie, Musik und unsere Helden – die wir meistens selber waren. Glücklich sein ist eben im doppelten Sinne einfach.

Trüber Herbsttag

17. Oktober 2011 um 14:20 Uhr

Ach, trüber Herbsttag
stilles Herz
was machst du nur mit all dem Schmerz
den du so leicht vergessen hast

Pflücke mir die Knospen
nur noch ein paar Tage länger
lass den Sommer nicht so rasch zerfallen
das graue Gemüt der kalten Winde
zerzaust uns strenger noch
wenn sich die Sorgen ballen

Die Honigzeit geht freigeistig hernieder
die Nachtigall versteckt sich immer wieder
nur der Spatz sucht wachsam nach dem Tau

der unsichtbar kitzelt sein Gefieder
im raschelnden Regen fallen sie nieder
all die Träume meines alten Fauns

Ach, trüber Herbsttag
stillen Herzens
geht des Sommers Blüte
zurück in die Unterwelt

Kategorie Lyrik | Kommentare (0)
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