Sinn, Vernunft, Vertrauen

20. Dezember 2012 um 00:12 Uhr

Sinn, Vernunft, Vertrauen
was sucht mein kleines Glück
werd dir ein buntes Luftschloss bauen
dir Liebe weben Stück für Stück

Und du wirst täglich wachsen wollen
durch deine Welt tief in mein Herz
wenn du einst blühst werden meine Blätter langsam fallen
grau kommt und geht der Winter
verschneit mich heimlich himmelwärts

Doch darin liegt kein Sinn
Vernunft reicht nicht um zu durchschauen
mein Geschenk nur eine handvoll an Vertrauen
weil ich dein Vater bin

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Genie und Wahnsinn

25. November 2012 um 23:31 Uhr

Zu einer Zeit, gefahrvoll und unheimlich, trug es sich zu, dass zwei Seelen sich trafen.
Es waren das Genie und der Wahnsinn. Gemeinsam wollten sie zu einem Ort, dem Unbekannten gelangen. Sie pendelten zwischen Höhen und Tiefen und jedes Mal traten sie weiter ein; mit enormen Schwung durch sanfte Tragödien und sterbende Schmerzen.
Eines Tages, als der Wahnsinn schlief, kam das Genie und nahm dem Wahnsinn all‘ seine bösen Gedanken und verstreute sie als leuchtende Sterne am dunklen Umhangder Nacht. Als der Wahnsinn erwachte, sah er seine uralten Tugenden am Himmel und begann zu sterben.
Das Genie erschrak und flüsterte:
„Ich wollte dich doch bloß befreien!“ Der Wahnsinn aber entgegnete:
„Was du Wahnsinn nennst, war schon immer frei!“
Nachdem er noch ein letztes Mal die Augen des Genies angestarrt hatte, starb der
Wahnsinn und folgte seinen bösen Gedanken bis hinauf zu den Sternen.
Seit jenem Tage fallen als Sternschnuppen getarnte Abschiedstränen vom endlos
trauernden Himmel und vergeblich versucht das Genie eine zu fangen.

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Zwei Augen im Kopf

2. September 2012 um 19:59 Uhr

Zwei Augen im Kopf und eines im Herzen
Welten aufschließen im Kreise der Kerzen
Trostlosigkeiten zerrinnen mit all unseren Sinnen
und stranden stets stranden zwischen den Quellen

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Wise man

13. Juli 2012 um 19:27 Uhr

Never devide all their secrets
I would not fly and if
We´d try to paint a circle along

Heaven
rescued and banished for so long

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Räubergeheimnis

3. Juni 2012 um 11:24 Uhr

Die Sonne geht grad unter, ein Raunen macht sich breit
Die Dunkelheit weckt Räuber in des Nachtes Kleid.

Mütter schütz die Kinder, Schatten sind auch echt
Und ihre Krallen sind wie ein Geflecht

Sie reiten durch die Wälder, jagen was sie sehn
Rauben, plündern, stehlen ohne zu vergehn.

Im Wirtshaus hier sind Kammern, keine gleichen sich
Schwer zu entdecken bei dem Kerzenlicht

Es gibt bei uns den Kodex, dem wir Treue schwörn
Ein Räubergeheimnis auf das wir alle hör’n

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Pfützen

21. Mai 2012 um 23:22 Uhr

Der Frühling kommt jetzt wieder
sanfter weht der Wind
doch blicke ich hernieder
frage ich mich ob dies Pfützen oder unsere Tränen sind

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Schneckenhaus

18. April 2012 um 12:20 Uhr

Schneckenhaus

Wenn an kalten Frühlingstagen die Puppenspieler losziehen
aus ihrem Balsamkleid wie Dornen aus den Rosen schlüpfen
wenn die zarten Vogelstimmen durch den Wind getragen uns ereilen
mit Botschaften aus einer dieser anderen Welten
dann ist auch der große Tag der Schnecken
in deren Häusern sich die kleinsten Seelen scheu verstecken
aus Furcht vor dem alten Winter den sie nie bestellten
vor den ersten Sonnenstrahlen noch hinter den Fenstern zu verweilen
ergeben ihre Tränen die ersten Frühjahrspfützen
vor denen die Schatten des Waldes vorsichtig fliehen

Wenn am frühen Morgen einsam ein paar Tropfen
aus den schweren Wolken ins grüne Tal hernieder fallen
gerade dann wenn die Raupen ihre Geschichte ablegen
und die kalten Winde sich ein Stück weit aus dem Wald hinaus wagen
versuchen Grashalme diese kleinen Tropfen zu fangen
von dort wo wir alle einmal hingelangen
wir alle gehen fort an uns noch unbekannten Tagen
drei goldene Groschen sind des Fährmannes Segen
wenn die traurigen Bettler von der Freiheit lallen
und betrunken an die Schneckenhausfenster klopfen

Wenn die Schatten wärmer werden und sich häuten
ihre glitzernden Schuppen in den alten Brunnen werfen
die Waldgeister an den Blumenhalmen herauf klettern
um die Schmetterlinge aus ihrem Nachtschlaf zu befreien
wir Schritt für Schritt mit drei Augen im Leben stehen
bevor wir uns in den dunklen Verließen wiedersehen
als Sklaven der Unterwelt in ihren trostlosen Reihen
dahinschreiten während die Schatten das Buch des Todes durchblättern
das Salz in unseren Wunden mit Lethes trübem Wasser schärfen
an Orten wo sich wie es heißt die Seelen wiederkäuten

Wenn sie für den Frühling frieren im Winterkleid
Dornen der schwarzen Rose in ihrem Geigenkasten sammeln
so werden sie auch ihre Bilder zu Staub zersetzen
sie verbrennen ihre Flügel noch vor dem Sonnenuntergang
und verschließen alle Türen und Pforten bevor sie wiederkehren
ganz sanft schmiegen sie sich an dich denn sie können sich nicht wehren
schwach und erschrocken schleichen sie am fremden Ufer stumm entlang
ihr Leben hängt wie ein zerschlissenes Segel in vielen Fetzen
dort wo die freien Kinder ihre Lieder singen werden sie nur stammeln
von den traurigen Tiefen im Traumland der Eiszeit

Und so schweigen sie ins Nichts ein ganzes Leben lang
haben Pläne die sie nicht verkaufen können
selbst der Nachtmahr schmeißt keinen Kreuzer ins Weihwasser
wir taufen die dunklen Träume mit dem Scharm eines Clowns
folgen ihnen hinab in dieses Eismeerbett
finden Schlaf wo keiner mehr wächst
mit kalten Rosen im Schnabel des Grauens
bleiben wir die rastlosen Verfasser
kannst dir diese Rätsel nicht vergönnen
Insektenfreiheit für der Bettelgötter Nachtgesang

Kommen wir dennoch manches Mal an der anderen Seite entlang
wo fliegende Schnecken graue Rabenblumen gießen
der Sandmann auf dem Grashüpfer durch das Dickicht schlüpft
und uns die Waldmännlein und Kräuterweiblein freundlich grüßen
wenn wir auf Weberknechten durch die Insektengassen ziehen
wie Tautropfen die sanft von spitzen Farnblättern fliehen
so liegt uns hier und heute jede Welt zu Füssen
könnten wir sehen durch welche Pforten sie verknüpft
und durch welche Ebenen sie ständig ineinander fließen
zurück zu den Quellen an denen alle Wege begannen

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Alles hier ist grau

4. März 2012 um 12:24 Uhr

Alles hier ist grau
Alles hier ist grau
ich weiß nicht wo die ganzen Farben sind
ich wusste es mal genau

Hinter der Einsamkeit
versteckst du dich im Kleid
der bunten Fabelgeister
alle sind dein tägliches Geleit

All das heilt die Zeit
All das heilt die Zeit
wenn es kälter wird erinnere dich
dein Herz sagt nur es schneit

Vom Frühjahr zur Winterzeit
von der Wiege bis zum Scheit
seltsam und rastlos
trotz all der wundersamen Zweisamkeit

Schon morgen bist du frei
doch dein Weg noch viel zu weit
für deinen Tod noch nicht bereit
von der Dämmerung befreit
bastelst du der Nacht ein Kleid
denn keinen von uns heilt die Zeit

Alles ist beseelt
alles wird gequält
alles was zu früh sterben wird
während es in Liebe geht

Wir leben einen Traum
doch er träumt uns kaum
unsere Wurzeln kennen Wege
verschneit stirbt der alte Baum

Luftschlösser ohne Zaun
wir die einander nicht vertrauen
halt mich fest ich will nicht fliegen
für den alten Faun

Ein Tagträumer weiß nicht
der Schatten liebt sein Licht
ein Narr erhängt sich niemals
wenn er einmal sein Herz zerbricht

Schon morgen lässt er es aus
doch vertraue nicht darauf
verändere Lethes Lauf
weil du nicht vergessen kannst
was für dich ein Leben lang
gewartet hat wissend worauf

Alles hier ist grau
Alles hier ist grau
Alles hier ist grau

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Seelenfenster

21. Februar 2012 um 18:45 Uhr

Ich möchte so gerne meine Augen schließen
Vorhänge vor die Seelenfenster ziehen
am inneren Kamin mich wärmend schmerzen
wie Wachs vor der schönen Flamme fliehen

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Das Gesicht der Angst

2. Februar 2012 um 21:41 Uhr

Unsere Augen sind vom Wahn geschwängert
dunkle Phantasien werden uns auf einem goldenen Tablett serviert
den Teufel malen sie an die Wände der weißen Hallen
und seine Gefolgschaft ist lange nicht als Illusion enttarnt
denn sie verkleiden die Fratzen als liebliche Feen
in einem vom zarten Wind umsäumten Rosengarten
im heimlichen Versteck der Räuber
und falschen Dornenkronenapostel
im Keller der Vernunft
im faden Beiwerk

entmythisiert

Es ist nicht deine Angst mein Freund
die viele deiner Mitmenschen von dir verlangen
wenn sie scheinbar arglos um deine Seele bangen
ohne auch nur zu erahnen was du dir erträumst
was du lange vor ihnen aus den Schatten
aus den tiefen Tälern mit dir brachtest

 

Spuk
verschont uns
wir sind maskenlos
wollen nicht das Lächerliche
und keine noch so bunten Götzen lieben
haben die Huren des falschen Glücks vertrieben
uns an den Irrlichtern der Nacht nicht rastlos aufgerieben
haben alle eine handvoll Freunde die in dunklen Zeiten bei uns blieben

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